Technische Umsetzung von Wimax schwierig

DSLWEB News | , 14:45 Uhr

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Obwohl die drahtlose Breitband-Technologie Wimax besonders ländliche Regionen erschließen kann ist die technische Umsetzung schwieriger als gedacht, denn Wimax-Geräte können statt im ersten erst im letzten Quartal diesen Jahres getestet werden. Dadurch verzögert sich der dazugehörige Standard um 6 Monate, berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe.

“Wir haben stets gesagt, dass die bisherigen Zeitfenster zu klein sind. Der neue Fahrplan passt besser zur Produktverfügbarkeit und Marktentwicklung“, sagte der Senior Program Director der Marktforschungsfirma Meta Group.

Der amerikanischer Technologiekonzern Intel möchte in diesem Jahr erste Chips für entsprechende Wimax-Geräte auf den Markt bringen und 2006 sollen Wimax-Notebooks folgen.

Ein weiteres Jahr später sollen Handys und PDAs die mit dieser drahtlosen Breitbandtechnologie ausgestattet sind angeboten werden.

Laut Thorsten Wichmann, welcher Geschäftsführer der Berliner Beratungsfirma Berlecon Research ist, könnten andere Breitbandtechnologien wegen der Verzögerungen bei Wimax einen Aufwind bekommen, wie zum Beispiel die Kabelnetze.

Die sinkenden DSL-Preise, die Datenübertragung per Funk und die schnellere UMTS-Variante (HSDPA) könnten für Wimax ein Problem werden und eine Alternative darstellen.

Das Stuttgarter Unternehmen Airdata arbeitet bereits mit Breitband per Funk und möchte in diesem Jahr weitere Ballungszentren und Regionen welche nicht über DSL verfügen, mit dieser Breitbandtechnologie ausstatten.

Der Wimax-Vorgänger Canopy der vom US-Konzern Motorola entwickelt wurde, könnte ebenfalls von der Verzögerung von Wimax profitieren. Für Wimax hingegen sieht Wichmann Marktchancen bei Stadtnetzbetreibern wie beispielsweise der Colt Telecom. Bei den alternativen Providern Freenet, United Internet oder Arcor sieht er ebenfalls Chancen.

Die Unternehmensgruppe United Internet AG zu der auch der Provider 1&1 gehört, prüft laut Pressesprecher Markus Schaps alle Alternativen zum Aufbau eines eigenen DSL-Netzes während Arcor-Chef Harald Stöber in Wimax eine Technologie sieht, die sein Unternehmen in ländlichen Regionen weiterbringt.

Vor zuviel Euphorie in Bezug auf Wimax warnt Wichmann aber, denn diese Technologie werde eher mittelfristig eine Rolle spielen.


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