Studie: Europa muss bei Breitband erheblich aufholen

Nach der aktuellen Studie „Breitband: Europa braucht mehr als DSL“ von Deutsche Bank Research (DB Research) muss Europa gegenüber Südkorea, Japan und USA im Bereich Breitband stärker aufholen.
Das Land Südkorea belegt laut der Studie mit 24 Breitband-Anschlüssen je 100 Einwohnern weltweit den ersten Platz. Auf zweiten und dritten Platz landen Japan und die USA mit 16 bzw. 12 Breitband-Anschlüssen pro 100 Einwohnern.
Dahinter landet Großbritannien mit 9,3 % Breitband-Anteil, gefolgt von Deutschland, Frankreich und Italien deren Anteil bei durchschnittlich 8 % liegt.
Bis zum Jahre 2007 sollen sich Breitband-Anschlüsse in Europa fast verdoppeln, wobei Großbritannien mit 18 % Breitband-Anteil vorne liegen wird während Deutschland und Italien mit 17 % bzw. 16 % auf den zweiten und dritten Platz landen.
In Westeuropa liegen nach DB Research 25 % der weltweiten DSL-Anschlüsse wobei 7 % in Deutschland verlegt sind. Den zweiten Platz belegen die USA, wo 12 % aller weltweiten DSL-Anschlüsse liegen.
Während die Zahl der DSL-Anschlüsse in Großbritannien und Italien im Jahre 2004 um 74 % bzw. 60 % zulegten, landen die USA mit 35 % auf den dritten Platz beim DSL-Wachstum.
"Aufgrund der Eigentumsverhältnisse wird DSL quasi in allen Ländern vom Ex-Monopolisten dominiert - den Haupteigentümern des TK-Festnetzes. über sein Eigentum an der letzten Meile zum Endkunden kann der Ex-Monopolist alternativen Anbietern den Marktzutritt erschweren", meint Stefan Heng von DB Research, welcher für die Studie verantwortlich ist.
Bei den DSL-Anschlüssen besitzen die Ex-Monopolisten in ihren Ländern weiterhin die Marktführerschaft. So besitzt die Deutsche Telekom AG 88 % aller in Deutschland verlegten DSL-Anschlüsse während die British Telecom in ihren Heimatland sogar 91 % besitzt.
"Trotz einiger Maßnahmen zur öffnung des Marktes ist in der Breitbandkommunikation das Ziel eines wettbewerblich organisierten Marktes noch in weiter Ferne", kritisiert DB Research.
Bei Breitband per Kabel sind Südkorea, die USA und Japan führend, wo 9,5 %, 7,8 % bzw. 4,9 % aller Einwohner per TV-Kabel durch das Netz reisen. In Europa hingegen sieht es schlechter aus, so besitzen in Großbritannien nur 3,3 % einen Kabel-Internetzugang gefolgt von Italien, Frankreich und Deutschland deren Anteil bei 1,1 %, 0,8 % bzw. 0,1 % liegt.
"Das US-amerikanische Beispiel kann nicht weltweit deckungsgleich kopiert werden. So wird die notwendige Aufrüstung des TV-Kabels zum rückkanalfähigen High-Speed-Netz beispielsweise in Deutschland durch die komplexen Eigentumsrechte an der Infrastruktur behindert.", heißt es in der Studie.
Die Studie berichtet weiter, dass das Festnetz weiter Marktanteile an mobilen Breitband-Technologien wie UMTS, WLAN und Wimax verliert.
In Deutschland stehen 87 Mobilfunkkunden 56 Festnetz-Kunden je 100 Einwohnern gegenüber und ist somit relativ ausgeglichen. Aber in Italien sieht es ganz anders aus, dort stehen 102 Mobilfunkkunden pro 100 Einwohnern nur 47 Festnetzkunden gegenüber.
Weitere Internet News

Beratung und Service auf DSLWEB

Mit wenigen Klicks das beste Angebot finden. weiter

Ist mein Wunschpaket auch bei mir verfügbar? weiter

Die Leistung des eigenen Zugangs messen. weiter

Tipps und Tricks für einen Providerwechsel. weiter

Die Kündigung ganz einfach online erstellen. weiter


Internet Tarife mit bis zu 1.000 Mbit/s

