Studie: Deutschland bei Breitband per Kabel hinten

Nach einer aktuellen Studie der Marktforschungsfirma Solon Management Consulting liegt Deutschland bei Breitband per Kabel im Vergleich zu anderen Ländern Europas hinten. Die Länder Großbritannien, Niederlande und Schweden haben sich deutlich früher darauf eingestellt die eigenen Kabel-Netze mit einem Rückkanal auszustatten damit Breitband-Internet möglich ist, berichtete der Standard heute.
Aufgrund der pünktlichen Einstellung von Großbritannien, Niederlande und Schweden ihre Kabelnetze mit einem Rückkanal auszustatten haben diese laut dem Solon-Analyst Philipp Geiger eine höhere Breitband-Penetration als Deutschland. Weltweit belegt Deutschland bei Breitband per Kabel den letzten Platz.
Als Grund nennt die Studie dass das TV-Kabelnetz der Deutschen Telekom AG nur zögerlich verkauft worden war und die neuen Kabelnetz-Besitzer recht langsam begannen die Netze aufzurüsten.
Außerdem sei die Markteinteilung der Netzebenen drei und vier ebenfalls eine Schranke, weil Betreiber der Netzebene drei (Stadt-, und überlandnetze) nur Endkunden versorgen können wenn sie mit Betreibern der Ebene vier (Gebäudenetze) zusammenarbeiten.
Weil neue Technologien entwickelt wurden müssen für die Aufrüstung bzw. Modernisierung des Koaxial-Kabels der TV-Kabelnetze deutlich weniger Geld investieren werden.
Mit dem Start des Digital-Fernsehens DVB-T und den Plänen der Deutschen Telekom AG über ein Breitband-Glasfasernetz Internet-Fernsehen anzubieten geraten die Kabelnetzbetreiber immer stärker in Bedrängnis.
Bei den Investitionen in Rückkanäle ihrer Kabelnetze nehmen die Kabelnetzbetreiber Kabel BW, Kabel Deutschland und Iesy die wichtigsten Stellungen ein.
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