RTL sendet über VDSL-Netz der Deutsche Telekom AG

Der Kölner Medienkonzern und TV-Sender RTL hat mit der Deutsche Telekom AG einen IPTV-Vertrag geschlossen der es dem Privatsender erlaubt sein ganzes Programm digital über das VDSL-Netz des Bonner Konzerns auszustrahlen.
"Mit diesem Vertragsabschluss haben wir jetzt alle TV-Branchengrößen für eine Kooperation mit uns gewinnen können", sagte Walter Raizner welcher im Vorstand der Deutsche Telekom AG ist gegenüber der dpa am heutigen Tag.
Das VDSL-Netz der Deutsche Telekom AG steht zur Zeit in zehn deutschen Großstädten zur Verfügung und kann von den dort lebenden drei Millionen Bürgern genutzt werden. Zur Zeit läuft das VDSL-Netz wegen technischer Schwierigkeiten nur mit 25 statt 50 Megabit pro Sekunde.
Neben RTL hat der Bonner Konzern auch mit den beiden über die GEZ-Gebühr finanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF einen Vertrag geschlossen. Damit können per VDSL nun mehr als hundert TV-Programme empfangen werden.
Die EU-Kommission hat gestern dem Regulierungsvorschlag der Bundesnetzagentur grünes Licht gegeben und sieht vor dass die Deutsche Telekom AG ihr Breitbandnetz unabhängig davon ob es mit ADSL, ADSL2+ oder VDSL betrieben wird für die Konkurrenz öffnet.
Die Deutsche Telekom AG welche mit über 60 Prozent Marktanteil nach wie vor den deutschen DSL-Markt beherrscht, möchte nur weitere vierzig Großstädte mit VDSL versorgen wenn die Politik dem VDSL-Netz einen zeitlich begrenzten Wettbewerbsschutz erteilt.
Sollte es keinen Wettbewerbsschutz geben so hatte der Konzern vor einigen Monaten gedroht, würden Mitarbeiter entlassen.
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