EU bringt VDSL-Monopol der Deutsche Telekom AG zu Fall

Der erst kürzlich von der schwarz-roten Regierung beschlossene Wettbewerbsschutz für das neue derzeit im Aufbau befindliche VDSL-Glasfasernetz der Deutschen Telekom AG wurde heute seitens der EU-Komission zu Fall gebracht, berichtete Spiegel Online am heutigen Freitag.
"Der Wettbewerb im Breitbandbereich ist in Deutschland bisher schwächer ausgeprägt als in den meisten anderen Mitgliedsstaaten.", sagte EU-Kommissarin Viviane Reding.
Gegenüber dem Wettbewerbsschutz den die schwarz-rote Bundesregierung der Deutschen Telekom AG und deren 50 Megabit schnellen Glasfasernetz geben wollte nahm die EU-Kommission schon vorher eine kritische Stellung ein.
Der Bonner Konzern wollte das 50 Megabit schnelle Glasfasernetz nur dann aufbauen wenn das Netz für eine Weile alleine genutzt werden kann. Sollte dieser Schutz nicht bestehen so drohte Kai-Uwe Ricke der Chef der Deutsche Telekom AG damit noch mehr Mitarbeiter als geplant zu entlassen.
Das neue Glasfasernetz möchte der Konzern innerhalb der nächsten drei Jahre in fünfzig Großstädten aufbauen und als Grundlage für TriplePlay fungieren. Bei TriplePlay handelt es sich um eine Kombination aus Breitband, TV und Internet.
Trotz der Aufhebung des Schutzes wird die Deutsche Telekom AG wohl dennoch am Aufbau des VDSL-Netzes festhalten denn am Mittwoch erhielt der Konzern den Zuschlag zur übertragung der Fussballspiele der Fussballweltmeisterschaft über das World Wide Web.
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