Ericsson: Mobile Breitband-Zugänge bleiben im Trend

Nach Angaben des schwedischen Netzwerkausrüsters Ericsson bleiben mobile Breitband-Zugänge im Trend und klassische Telekommunikationsanlagen werden aus Firmen mittelfristig verschwinden, heißt es in einer heutigen Pressemitteilung des Unternehmens.
„Videokonferenzen sind dafür ein gutes Beispiel. Die Technologie ist seit zehn Jahren auf dem Markt und trotzdem nutzt es fast niemand. Man benötigt ein spezielles Equipment und eine Anmeldung über sogenannte Conference-Bridges. Damit sind die Gebrauchshürden sehr hoch. Mit dem IP Multimedia Subsystem (IMS) und Mobile Broadband wird sich das in der Unternehmenswelt ändern. Ob Laptop mit Multimedia-Ausstattung oder Camera-Handy, dank Presence Service und genereller Video-Unterstützung ist eine Videokonferenz für IMS-Anwender jederzeit und überall spontan möglich“, meint Mehdi Schröder, der Sales Director für Geschäftskunden bei Ericsson in Bezug auf Kombiprodukte aus Festnetz und Mobilfunk.
Laut Schröder ist es entscheidend für die Durchsetzung neuer Technologien und deren Anwendungen, dass die Privat-, und Geschäftskunden einen guten Nutzerkomfort haben und die Bedienung einfach ist.
“Da aber Hewlett Packard das erfolgreiche Konzept aus Schweden, nämlich Ericsson OnePhone als Bestandteil der HP-UCS Lösung auch für den deutschen Markt vorstellt, werden die Mobilfunkanbieter in Deutschland kurzfristig auf diese Marktchancen reagieren“, erklärte Schröder. Der deutsche Internet-, und Telekommunikationsmarkt sei konservativ und würde neue Entwicklungen nur zögernd annehmen.
„Mit OnePhone, IP Centrex und Virtuale PBX werden sich Lösungen durchsetzen, wo Teile der Leistungsmerkmale aus dem Operator-Netz oder Remote über ein Hosting-Center bereitgestellt werden – bei kleinen Unternehmen sogar vollständig. Hier treffen sich die technologischen Entwicklungen mit der Weiterentwicklung der Dienstleistungen: Managed Services und Hosted Solutions nutzen stärker zentrale Einrichtungen als dezentrale Installationen. Das kommt den Centrex-Konzepten entgegen“, sagte Schröder und meint dass die klassischen TK-Anlagen in Unternehmen mittelfristig nicht mehr eingesetzt werden also verschwinden.
„Dabei werden die breitbandigen IP-Zugänge nicht nur stationär, sondern auch mobil verfügbar sein. Breitband-Switching schafft dann gegenüber Schmalband-Switching die Voraussetzung für die IMS-Anwendungen, nämlich Multi-Session und Multimedia-Verbindungen in einem einzigen übertragungskanal. IP-Telefonie darf man nicht nur als Eins-zu-Eins-Ersatz für leitungsvermittelte Telefonie begreifen. Hier werden die Möglichkeiten der Technik massiv unterschätzt“, sagte Schröder und schätzt dass sich die IP-Telefonie bei einem flächendeckenden Angebot der VoIP-Provider durchsetzen wird.
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