Deutsche Telekom AG: Bundesliga-Berichte sollen Zahl der DSL-Anschlüsse steigern

Der Bonner Konzern Deutsche Telekom AG bekam am Mittwoch den Zuschlag für Online-übertragungsrechte der Fussball-Bundesliga der Fussballweltmeisterschaft 2006. Mit Berichten zu den Fussballspielen möchte der Konzern seine DSL-Angebote bewerben und so die Zahl der DSL-Anschlüsse deutlich erhöhen. Die übertragungsrechte kosten nach Angaben des Handelsblatts die Deutsche Telekom AG jährlich 25 Millionen Euro an Lizenzgebühren.
Zur Zeit hat die Deutsche Telekom AG etwa sechs Millionen DSL-Kunden und möchte diese bis zum Jahre 2008 auf elf Millionen fast verdoppeln.
Zum Start der Fussballbundesliga will der Konzern ein attraktives Produktangebot präsentieren heißt es vom Sponsoring-Chef Stephan Althoff der Deutschen Telekom AG gegenüber Golem.de. Die Berichte sollen über das Sportportal onsport.de übertragen werden aber genaue technische Details sind nicht bekannt.
"Wir sind im Grunde genommen keine Konkurrenz. Unser Ziel sind neue DSL-Kunden, die wir über den Inhalt Fußball-Bundesliga gewinnen können", sagte Telekom-Vorstand Walter Raizner gegenüber des Handelsblatts in Bezug auf den Kabelnetzbetreiber Arena.
Neben der Deutschen Telekom AG bewarb sich auch der PayTV-Sender Premiere um Fussballübertragungsrechte aber schlussendlich bekamen der TV-Vermarkter Arena, eine Tochter des Kabelnetzbetreibers Unity Media, Kabel Deutschland und der Bonner Konzern den Zuschlag.
"Wir wenden uns an sechs bis zehn Millionen Fußballfans, die regelmäßig Bundesliga schauen", sagte wird Bernard de Roos der Geschäftsführer von Arena. Ein optimales Produkt für die Fussballfreunde wird entwickelt und soll laut de Roos nicht mehr als 20 Euro pro Monat kosten.
Das Unternehmen Deutsche Telekom AG gab bislang noch keine Details bekannt was für attraktives Produkt-Angebot entwickelt werden soll. Es wird aber nach Angaben von Telekom-Vorstand Walter Raizner kein Abo-Modell geben.
Sollte es Arena nach Medienberichten nicht gelingen innerhalb der nächsten sechs Monate einen TV-Sender aufzubauen, so könnten die Bundesliga-übertragungsrechte als Sublizenz an Premiere gehen damit die Fußballspiele übertragen werden können.
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