Breitband: Ostdeutsche Bundesländer und ländliche Regionen fallen zurück

DSLWEB News | , 12:41 Uhr

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Die ostdeutschen Bundesländer und die ländlichen Regionen fallen nach einer aktuellen Studie der Marktforschungsfirma TNS Infratest bei Breitband immer stärker zurück. Nach der Studie profitieren besonders die Personen vom Wettbewerb im Bereich Breitband, welche in Ballungsräumen wie Städten wohnen.

„Menschen in ländlichen Gebieten und in vielen Gebieten im Osten Deutschlands sind wegen der mangelnden Breitband-Verfügbarkeit von modernen Internetanwendungen wie E-Learning abgeschnitten”, sagte die Projektleiterin Nina Fluck von TNS Infratest gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Einen massiven Infrastruktur-Wettbewerb liefern sich die Breitband-Provider Deutsche Telekom, Hansenet, Versatel und Arcor besonders in den Städten.

Rund die Hälfte der Einwohner in ländlichen Regionen betrachten die Deutsche Telekom AG noch als Monopolist bei den DSL-Anschlüssen. Auf dem Land ist DSL teurer als in einer Stadt.

In Deutschland besitzen nur 18 % der Haushalte einen Breitband-Anschluss und liegt damit weltweit auf dem hinteren Mittelfeld.

Als Grund für die schlechte Breitband-Versorgung auf dem Land betrachten Experten die Regulierungsbedingungen.

So kritisieren die Wettbewerber der Deutsche Telekom AG den Preis für die letzte Meile hin zum Endkunden und einem damit verbundenen wettbewerbsfähigen Preis.

Die Anmietung einer sogenannten Teilnehmer-Anschlussleitung rechnet sich für die Provider bislang nur in solchen Regionen, wo möglichst viele Kunden zu erreichen sind.

Das Line-Sharing also die Anmietung des Datenteils eines Kupferkabels rechnet sich in Deutschland bislang kaum und laut der Studie des WIK-Instituts (Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur & Kommunikationsdienste) können die jetzigen Endkundenpreise die Kosten des Line-Sharing von 3,79 Euro nicht decken.

„Niedrigere Entgelte bei Line Sharing, insbesondere im Bereich der Einmalentgelte, sorgen für mehr Wettbewerb. Mehr Wettbewerb würde einen signifikanten Anstieg der Breitbandanschlüsse bewirken und damit zu Infrastrukturinvestitionen auch außerhalb der Ballungsräume führen”, so Andreas Bodczek, der Geschäftsführer von Telefonica Deutschland gegenüber der Zeitung.

„Eine deutliche Absenkung der Line-Sharing-Einmal-Entgelte und mindestens eine Beibehaltung der bisherigen monatlichen Entgelte ist der einzige Weg, um die Monopolstellung der Telekom im DSL-Bereich in vielen Gebieten Deutschlands zu reduzieren und den Ausbau für Wettbewerber zu ermöglichen.”, sagte Stan Laurent, der Chef von AOL Deutschland.

Das Unternehmen Telefonica und der Provider AOL planen gemeinsam hohe Investitionen in ihre eigene Infrastruktur, allerdings habe die RegTP noch kein Signal zur Senkung der Entgelte gesendet.


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