Breitband-Glasfasernetz: Bundesnetzagentur zeigt Verständnis für Dt. Telekom

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth hat laut einem Interview mit der Welt am Sonntag ein bestimmtes Verständnis für den Wettbewerbsschutz der Deutschen Telekom AG bezüglich des geplanten 50 Megabit schnellen Breitband-Glasfasernetzes.
"Wir arbeiten ja auf Basis des geltenden Rechts und stimmen uns mit der Europäischen Kommission ab. Ich sehe aber durchaus die Berechtigung der Deutschen Telekom für eine risikoreiche Investition auch einen höheren Ertrag zu erwarten. Diese Pioniergewinne ermöglicht aber auch das geltende Gesetz schon.", sagte Matthias Kurth in Bezug auf dem im Koalitionsvertrag vereinbarten Wettbewerbsschutz für das geplante Glasfasernetz der Deutsche Telekom AG.
"Um das neue Hochgeschwindigkeitsnetz aus der Regulierung herauszunehmen, muß es sich um einen sogenannten neuen Markt handeln.", so Matthias Kurth weiter.
Gegen den Wettbewerbsschutz spricht sich die Europäische Union aus weil das Glasfasernetz im Breitbandmarkt ein beschleunigtes DSL sei und weitere Ausnahmeregelungen von anderen Konzernen befürchtet werden.
Mit der Europäischen Kommission will Matthias Kurth einen Kompromiss in Bezug auf die Ausnahmeregelung beim Glasfasernetz vereinbaren. Der Bonner Ex-Monopolist Deutsche Telekom AG will für den Aufbau eines 50 Megabit schnellen Glasfasernetzes bis zum Jahre 2007 rund drei Milliarden Euro investieren und dabei 5.000 Jobs schaffen.
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