Breitband: Deutsche Telekom AG will Preis für ZISP verdreifachen

Die Deutsche Telekom AG hat bei der Bundesnetzagentur eine Preiserhöhung des Vorproduktes ZISP (Zuführung zum Internet Service Provider) von 0,52 Euro für 10 Kilobit Datenmenge je Sekunde auf 1,56 Euro beantragt. Sollte die Behörde der Preiserhöhung zustimmen, befürchten die Provider ein gebremstes Marktwachstum, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung heute.
Das Vorprodukt ZISP nutzen Provider wie Freenet, AOL oder Lycos, die über kein eigenes DSL-Netz verfügen.
Der Preis soll laut der Deutsche Telekom AG aufgrund steigender Kosten auf die beantragten 1,56 Euro steigen. Der Verband VATM, wo sich ein Großteil der Konkurrenten des Bonner Ex-Monopolisten organisiert haben, fordert hingegen eine Preissenkung der ZISP-Entgelte zwischen 10 und 20 %, weil bei einer Anhebung steigende Internet-Preise befürchtet werden.
Gegenüber der Deutsche Telekom AG erwartet der Verband VATM eine steigende Nachfrage, weil unter anderem von Volumen-Tarifen zu Flatrates gewechselt werde. Zudem rechnet der VATM in den nächsten drei Jahren mit einer starken Steigerung bei den Breitband-Anwendungen und Angeboten.
"Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Großbritannien oder Italien zeigt zudem, dass unter ökonomischen Gesichtspunkten ein hohes Senkungspotenzial vorhanden ist.“, sagte eine Sprecherin des Verbandes VATM.
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