Breitband: Breko-Verband fordert Verfahren zu TAL-Entgelten

Der Bundesverband Breitbandkommunikation Breko fordert die Aufnahme eines Verfahrens zu den TAL-Entgelten und sieht eine wettbewerbspolitische Schieflage im Preisgefüge des deutschen Telekommunikationsmarktes.
"Die Bundesnetzagentur muss schnellstmöglich handeln. Im ersten Schritt erwarten wir, dass sie die Schieflage im Preisgefüge nachvollzieht, also die Verletzung des vom Gesetzgeber geforderten Konsistenzgebotes feststellt. Danach werden wir mit konkreten Entgeltforderungen in den Ring steigen.", fordert Breko-Präsident Peer Knauer.
Die Breko-Mitgliedsunternehmen wie Hansenet, Versatel, Arcor oder NetCologne die eigene Breitbandnetze unterhalten zahlen monatlich 10,65 Euro an die Deutsche Telekom AG für die Miete einer Teilnehmeranschlussleitung (TAL) um darüber die Kunden mit Breitband versorgen zu können.
Im Vergleich dazu gibt die Deutsche Telekom AG bekannten Resellern wie United Internet oder AOL nach Angaben des Breko-Verbandes bis zu 54 Prozent für den Weiterverkauf von T-DSL Produkten. Eine solche Sonderbehandlung hält die Breko daher für nicht hinnehmbar.
Nun hat der Breko-Verband und seine zwölf Mitgliedsunternehmen heute einen Antrag bei der Bundesnetzagentur eingereicht und kam damit dem Bonner Ex-Monopolisten zuvor. Spätestens bis Anfang nächsten Jahres muss die Deutsche Telekom AG einen neuen Antrag für die monatlichen TAL-Entgelte bei der Bundesnetzagentur stellen umd die auslaufenden Preisfestlegungen erneuern zu können.
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