Berliner DSL-Anschlüsse: Zwist zwischen Versatel und Deutsche Telekom

Im Berliner DSL-Markt gibt es einen heftigen Streit zwischen der Deutsche Telekom und dem Konkurrenten Versatel wegen einer angeblich massiven Marktbehinderung in Bezug auf wechselwillige DSL-Kunden, berichtet die Berliner Zeitung in ihrer Wochenend-Ausgabe.
Als Hintergrund für die Vorwürfe sagt Versatel, dass die Deutsche Telekom ihre Planzahlen für diesen Monat von 10.000 DSL-Anschlüssen auf nur noch 8.000 reduzierte und im Februar sollen sogar nur 6.000 neue Versatel-Kundenleitungen geschaltet werden.
Dies bezeichnet Andreas Heinze, der Chef von Versatel als inakzeptabel und meint dass es bei diesen Zahlen bald zu Engpässen bei der Schaltung neuer Kunden kommen könnte.
"Wir haben uns bereits im September mit unseren Planzahlen bei der Telekom gemeldet", so Heinze gegenüber der Berliner Zeitung und schloss technische Probleme beim Bonner Ex-Monopolisten aus.
“Es kann nicht sein, dass in einem freien Markt ein Unternehmen Kunden gewinnt und dann der Monopolist den Anschluss verhindert“, erklärte Heinze.
Wenn die Deutsche Telekom ihre blockierende Haltung nicht bald aufgebe, müssten nach Angaben von Versatel vor kurzem geschaffene Jobs wieder fallen gelassen werden.
Damit Versatel neue Kunden anschließen kann, ist das Unternehmen darauf angewiesen dass die Deutsche Telekom die Telefon-, und DSL-Anschlüsse einmalig umschaltet.
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