TK Novelle bringt ab sofort mehr Rechte für Verbraucher

DSLWEB News | , 14:13 Uhr

Recht

Service-Wüste Deutschland - an diesem Negativ- Image soll sich nun einiges ändern, zumindest im Bereich Telekommunikation: Seit dem 10. Mai 2012 gilt hier eine neue Gesetzgebung. Demnach können Kunden bei einem Umzug nun oftmals das Recht auf Sonderkündigung in Anspruch nehmen und auch der Wechsel von einem Telekommunikations-Anbieter zum anderen muss schneller von statten gehen. Was genau sich mit Inkrafttreten der Novelle verändert hat, fasst DSLWEB in einem kurzen Überblick zusammen.

Kein Internet - kein Vertrag
Ein Umzug ist in puncto Telefon und Internet relativ unproblematisch, da der Anschluss üblicherweise einfach mitumzieht und am neuen Wohnort geschaltet wird. Bisher hatte jedoch jeder Nutzer das nachsehen, dem der Anbieter nach dem Umzug keinen entsprechenden oder sogar gar keinen neuen Anschluss bereitstellen konnte. Tatsächlich war dieser nach einem Urteil des BGH dazu verpflichtet, auch weiterhin die bisherigen Gebühren zu zahlen unabhängig davon, ob DSL bzw. Kabel Internet am neuen Wohnort verfügbar war. Ab sofort gilt jedoch in diesem Fall das Sonderkündigungsrecht und der Nutzer kann seinen Vertrag mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.

Minimum und Maximum
Bisher machten DSL und Kabel Internet Anbieter ausschließlich Angaben zur maximal verfügbaren Geschwindigkeit eines Internetanschlusses. Mit Inkrafttreten der TK Novelle sind sie jetzt auch dazu verpflichtet, Aussagen über die Mindestgeschwindigkeit vor Ort zu treffen.

Schneller und leichter wechseln
Besonders ärgerlich bei einem DSL Anbieterwechsel war in der Vergangenheit das Problem der lang unterbrochenen Erreichbarkeit. Wer jetzt jedoch seinen TK bzw. DSL Anbieter wechselt, hat ein Recht darauf, nicht länger als einen Tag ohne Telefon- und Internetverbindung zu sein. Zudem muss jeder TK Anbieter die Mitnahme der bisherigen Rufnummer ermöglichen.

Kürzere Laufzeiten für mehr Flexibilität
Bisher waren Vertragslaufzeiten für DSL- und/oder Telefonanschlüsse von 24 Monaten üblich. Ab sofort müssen TK-Anbieter jedoch auch mindestens ein Angebot mir der verkürzten Laufzeit von 12 Monaten bereitstellen, sodass dem Kunden mehr Flexibilität zukommt. Weiterhin darf sich ein Wohnortswechsel nicht mehr auf die Vertragslaufzeit auswirken. Bisher war bei einigen Anbietern der Telefon- und DSL Umzug mit dem Beginn einer neuen 24-monatigen Mindestlaufzeit verbunden.

Weniger Kosten, mehr Transparenz
In Kostenfragen ändern sich in erster Linie zwei wesentliche Dinge: Zum einen dürfen TK Anbieter ab sofort für Warteschlangen keine Gebühren mehr verlangen. Aufgrund des technischen Aufwandes für die Umstellung steht es den Anbietern zwar zunächst noch zu, ab der dritten Minute Kosten zu veranschlagen, ab spätestens Mai 2013 muss jedoch der gesamte Aufenthalt in der Warteschleife gebührenfrei sein. Zum anderen gilt ab August 2012 die Verpflichtung des Anbieters, bei Nutzung eines Call-by-Call Dienstes zu Beginn den dafür erhobenen Preis anzukündigen.



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