DSL Markt: Diskussion über Breitband-Begriff

Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, sollen Breitband-Anschlüsse bis zum Jahr 2010 im gesamten Bundesgebiet verfügbar sein. Dies ist einer der Eckpunkte der neuen Breitband-Strategie des Bundes, entsprechende Maßnahmen sollen in das zweite Konjunkturpaket aufgenommen werden.
Doch was ist eigentlich Breitband? Bisher betrachtete die Regierung jeden Internetzugang ab einer Geschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde als Breitband-Anschluss. Diese Definition soll sich nun jedoch ändern. Laut Aussage des Bundeswirtschaftministeriums sollen demnächst nur noch Anschlüsse ab 1 MB/s als echtes Breitband gelten. Dies entspräche der Geschwindigkeit von DSL 1000.
Dem Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. geht dies jedoch nicht weit genug. Tatsächlich ist einfaches DSL 1000 für viele moderne Netz-Anwendungen nicht mehr ausreichend. So ist Internet Telefonie über VoIP kaum möglich und auch größere Datei-Downloads oder der Abruf von Videos gestalten sich schwierig.
Wie weit der flächenmäßige Breitband-Ausbau in Deutschland bereits vorangeschritten ist, hangt stark von der Definition des Breitband-Begriffes ab: Während in 92 Prozent der deutschen Haushalte die Schaltung eines DSL 1000 Anschlusses möglich ist, liegt die Verfügbarkeit von DSL 2000 mit rund 70 Prozent noch deutlich niedriger.
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