DSL Kündigung: So kommt man aus dem Vertrag

Das Jahresende bietet eine gute Gelegenheit, seinen DSL Vertrag zu überprüfen. Läuft dieser schon länger, findet sich nämlich meist leicht ein anderes Angebot, das zu wesentlich günstigeren Konditionen bereits mit einer deutlich besseren Ausstattung aufwarten kann. Mit den modernen VDSL Anschlüssen und Zusatzdiensten wie dem Internet Fernsehen stehen gerade Multimedia-Fans außerdem viele neue Optionen offen. Damit die DSL Kündigung oder der DSL Anbieterwechsel erfolgreich verläuft muss jedoch einiges beachtet werden.
Der richtige Zeitpunkt: Mindestlaufzeit und DSL Kündigungsfrist
Für die meisten DSL Angebote gilt heutzutage eine DSL Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Vor dem Ablauf dieser zwei Jahren ist eine DSL Kündigung nur in sehr wenigen Ausnahmefällen möglich. Wie schwierig eine solche DSL Sonderkündigung ist, zeigt etwa ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs, der bestätigte, dass ein Umzug keinen wichtigen Grund zur außerordentlichen DSL Kündigung darstellt (DSLWEB News vom 14.12.) - selbst dann, wenn am neuen Wohnort kein DSL Anschluss verfügbar ist.
Soll der DSL Vertrag direkt zum Ende der Mindestvertragslaufzeit aufgelöst werden, muss die Kündigung den Provider schon vorher, nämlich innerhalb der vertraglich festgelegten DSL Kündigungsfrist erreichen. Diese beträgt meist drei Monate, was heißt, dass das Kündigungsschreiben bereits ein Vierteljahr vor dem Ende der Mindestlaufzeit beim DSL Anbieter eingegangen sein muss.
Was ist aber, wenn die DSL Mindestlaufzeit bereits verstrichen ist? In diesem Fall kommt es auf die genauen vertraglichen Regelungen an. So konnten beispielsweise einige ältere Alice DSL Verträge nach dem Ende der DSL Mindestvertragslaufzeit jederzeit mit einer relativ kurzen Vorlaufzeit beendet werden. Im Normalfall sieht dies jedoch anders aus, denn in der Regel verlängern sich DSL Verträge nach den ersten 24 Monaten automatisch um ein weiteres Jahr. Die Kündigung kann dabei zu jedem beliebigen Zeitpunkt eingereicht werden, wirksam wird sie aber erst zum Ende der gerade geltenden Restlaufzeit.
Wichtig: Wer von seinem alten Provider direkt zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, sollte die DSL Kündigung nicht selbst einreichen. Damit der DSL Zugang möglichst ohne Unterbrechung zur Verfügung steht, übernimmt stattdessen der zukünftige Provider die Kündigung und leitet die Umstellung des Anschlusses ein. Häufig wird der direkte Anbieterwechsel sogar mit zusätzlichen Preisvorteilen belohnt. Mehr Informationen hierzu liefert das DSLWEB Special zum DSL Anbieterwechsel.
Die Form der DSL Kündigung
Viele Provider bieten eigene Möglichkeiten an, die Kündigung des DSL Vertrags einzuleiten, zum Beispiel über Online-Formulare im Service-Bereich der Anbieterseite oder über eine Kunden-Hotline. Immer zulässig ist jedoch die DSL Kündigung in Schriftform. Das Schreiben sollte dabei alle wichtigen Vertragsdaten (Kundennummer, Vertragsnummer), die eigenen Kontaktdaten und den gewünschten Kündigungstermin enthalten - hier kann auch einfach auf den nächstmöglichen Termin verwiesen werden. Damit die DSL Kündigung rechtswirksam werden kann, muss das Dokument zudem mit der eigenen Unterschrift versehen sein. Ist noch Zeit bis zum Ablauf der Kündigungsfrist, reicht es in der Regel, das Schreiben per einfachem Postbrief an den DSL Anbieter zu senden. Bleibt nur noch wenig Zeit oder erfolgt keine Bestätigung seitens des Providers, bietet sich der Versand mittels Einschreiben mit Rückschein an, da hier ein Beleg über den fristgerechten Eingang der Kündigung ausgestellt wird.
Unterstützung bei der Erstellung der DSL Kündigung bietet der DSLWEB Kündigungsassistent. Mit dem kostenlosen Online-Tool kann auf der Basis von verschiedenen Vorlagen in wenigen Schritten ein passendes Schreiben zusammengestellt werden. Weitere Hintergrundinformationen finden sich im ausführlichen DSLWEB Special zum Thema DSL Kündigung.
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