LTE: Zukunft vielversprechend aber noch immer Baustelle

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Im April sollte die erste LTE Praxisstudie der Stiftung Warentest starten, doch der Verlauf gestaltete sich anders als geplant. Während Vodafone sowohl den stationären als auch den mobilen Anschluss rechtzeitig freischalten konnte, war das LTE Angebot für zu Hause von der Telekom auch zum Ende der Testphase nicht verfügbar. Trotz veränderter Bedingungen konnten die Tester jedoch erste Erkenntnisse ziehen und kamen zu dem Schluss: LTE hat großes Potenzial, ist aber nur bedingt schon jetzt eine adäquate Alternative zu DSL bzw. UMTS.

LTE für Zuhause: Viele Einschränkungen und unbestimmte Wartezeiten
Allgemein gültige Aussagen konnte Stiftung Warentest nur bezüglich der Angebotsgestaltung machen. Hier ist das Urteil eher durchwachsen und die Prüfer kritisieren vor allem die im Vergleich zu DSL hohen Monatsgebühren - durchschnittlich zwischen 40 und 50 € - sowie das Speed-Volumen, an das die LTE Angebote gebunden sind. Denn sowohl die Telekom als auch Vodafone drosseln nach relativ geringem Datenverbrauch (10 bzw. 15 GB pro Monat bei den getesteten Komplettpaketen) die Surfgeschwindigkeit drastisch herunter. Vor allem in Haushalten mit mehreren Nutzern wird das recht schnell zum Problem. In Leistungsfragen zeigten sich die Tester wiederum recht zufrieden, zumindest im Fall von Vodafone LTE, das bei guten Bedingungen - kurze Entfernung zum Funkmast, wenige bauliche Hemmnisse, wenige Nutzer in der Funkzelle - auch ordentliche Datenraten liefern konnte.

Bei der Telekom mussten die Praxistests schlussendlich ganz ausfallen, denn der Marktführer schaffte es nicht, den LTE Anschluss bis zum Ende der Testphase bereitzustellen. War zu Beginn der Start für Telekom LTE im Mai geplant, verschob sich der Termin immer wieder bis schließlich Ende September - voraussichtlich. In punkto Planung muss der Bonner Konzern also noch einiges verbessern.

LTE mobil: Netz mit groben Maschen
Die mobilen LTE Tarife standen wiederum sowohl von Vodafone als auch von der Telekom rechtzeitig zum Test zur Verfügung. Auch hier waren bei entsprechend guten Konditionen hervorragende Leistungen messbar. Da jedoch die Mobilfunknetze der Anbieter noch lange nicht flächendeckend für LTE umgerüstet sind, werden Nutzer auch in näherer Zukunft weiterhin im UMTS Netz surfen müssen. Immerhin liefern beide getesteten Anbieter mobile LTE Hardware, die auch UMTS- und GSM-kompatibel ist, sodass es nicht zu Unterbrechungen bei Netzschwankungen kommt. Abschließende Kritik gab es aber auch hier aufgrund der hohen Preise und der eng gesteckten Volumenbegrenzungen. Dennoch bleibt die Prognose der Tester positiv, gehen sie doch von einem weiterhin zügigen Netzausbau und von sukzessiv sinkenden Tarif-Preisen aus.

Fazit: Aktuell ist LTE für Zuhause nur dann lohnend, wenn vor Ort keine Alternative (DSL oder Kabel Internet) zur Verfügung steht, wobei Vodafone LTE dann die vielversprechendere Lösung darstellt. Mobile LTE Tarife sind erst bei weiter fortgeschrittenem Netzausbau sinnvoll und attraktiv.



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