E-Plus investiert in sein UMTS-Netz

Glaubt man Experten, sieht die mobile Internetnutzung rosigen Zeiten entgegen. Was bei Freenet als klassischem DSL Anbieter sogar soweit führt, dass man sich vorstellen kann, sich ganz vom DSL Geschäft zu verabschieden und ausschließlich auf mobile Zugänge und Content zu setzen. Auch bei E-Plus glaubt man an den mobilen Aufschwung: Wie der Chef des Mobilfunkanbieters Thorsten Dirks gegenüber Heise Online verlauten ließ, werde sich der Trend "in den nächsten drei bis fünf Jahren durchsetzen."
Folgerichtig will man in den Netzausbau investieren – allerdings nur was die Reichweite, nicht jedoch die Übertragungsgeschwindigkeit angeht. Nach eigenen Angaben erreicht das Netz von E-Plus derzeit rund 60 Prozent der Haushalte, ein Wert der durch Investitionen im dreistelligen Millionenbereich weiter gesteigert werden soll.
Und zwar auf Basis von UMTS, einem Übertragungsstandard dessen Downstream von 384 kbit/s bei weitem nicht an einen DSL 1000 Anschluss heranreicht. Die Alternative wäre HSDPA, ein UMTS-Beschleuniger der mit bis zu 7,2 Mbit/s schneller ist als DSL 6000 . Dirks räumt bereits jetzt ein, der Entwicklung in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit hinterherzuhinken. Was im Hause aber niemanden sonderlich zu stören scheint – die Devise lautet wohl eher Masse statt Klasse.
Ob DSL-verwöhnte User diese Strategie zu goutieren wissen, darf zumindest bezweifelt werden. Zumal bei anderen Anbietern wie Moobicent schon heute ausgereifte HSDPA-Lösungen parat stehen.
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