Vodafone DSL: Festnetzgeschäft schwächelt

DSLWEB News vom

Dem Geschäftsbericht zum 2. Jahresquartal 2010 zufolge ist Deutschland für Vodafone neben dem Vereinigten Königreich der wachstumsstärkste Markt in Europa. Für die Umsatz-Steigerung gegenüber dem Vorquartal sind jedoch in erster Linie die mobilen Internettarife für Smartphones und Netbooks verantwortlich. Im Festnetzbereich dagegen scheint Vodafone seinen Zenit für das Erste überschritten zu haben: Nach einer langen Wachstumsphase lag die Zahl der Vodafone DSL Kunden zum Ende des Q2 2010 erstmals unter der des vorangegangenen Quartals.

Stagnation im Festnetzgeschäft
Nach der vollständigen Integration seiner Festnetz-Tochter Arcor im August 2009 wurde Vodafone zu einer der führenden Marken auf dem deutschen DSL Markt und hielt zuletzt die Position als kundenstärkster DSL Anbieter hinter der Deutschen Telekom. Durch eine aggressive Preispolitik konnte sich das Unternehmen dabei erfolgreich gegen den allgemeinen Markttrend stemmen und im 3. Quartal sogar deutlich mehr Neukunden einfahren als der unangefochtene Marktführer. Nun jedoch musste Vodafone zum ersten Mal ein Minus bei den DSL Kunden verbuchen, die Zahl der Vodafone DSL Verträge sank im 2. Quartal 2020 unterm Strich um 6.000 auf 3,457 Millionen. Dies könnte möglicherweise deutliche Auswirkungen auf die bisher stabilen Umsätze im Festnetzgeschäft haben, denn wie Vodafone im aktuellen Geschäftsbericht darlegt, hatten die hohen Kundengewinne der Vergangenheit vor allem die durch den andauernden Preiskampf entstehenden Kosten zu kompensieren.

Mobiles Internet sorgt für Umsatzsprünge
Als echter Wachstumsmotor erweist sich dagegen das Geschäft mit dem mobilen Internet. Während der Umsatz im Festnetz-Segment wie im Vorjahresquartal bei 526 Millionen Euro lag, konnte Vodafone im Bereich der mobilen Datendienste ein Umsatzplus von 31,1 Prozent auf 339 Millionen Euro verbuchen. Schätzungen von Vodafone zufolge steigt der durchschnittliche Umsatz pro Einheit (ARPU) derzeit um rund 2 bis 5 Prozent, sobald ein Kunde vom klassischen Handy auf ein Smartphone aus dem niedrigen oder mittleren Preissegment wechselt. Beim Sprung auf eines der High-End-Geräte sei sogar ein Plus von 8 bis 10 Prozent typisch. Der Ausbau des eigenen Mobilfunknetzes hat für Vodafone natürlich eine entsprechend hohe Priorität. So ersteigerte das Unternehmen zuletzt für 1,43 Milliarden Euro neue Frequenzbänder aus der sogenannten Digitalen Dividende, die durch die Einführung des digitalen Rundfunks freigeworden waren. Damit ist der Weg frei für den Einsatz der neuen Mobilfunk-Technik LTE, die auch in bisher nicht mit Breitband-Verbindungen erschlossenen Regionen schon zum Start Surfgeschwindigkeiten von rund 3 Mbit/s möglich machen soll. Der Start des Netzausbaus ist für September geplant.

Mehr Zahlen und Hintergrundinformationen zu den wichtigsten Entwicklungen auf dem deutschen Breitband-Markt finden sich im ausführlichen DSLWEB Marktreport Q2 2010.



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