Breitbandmarkt 2020: Wachstum im Krisenjahr

DSLWEB Breitband Report Deutschland 2020

Der deutsche Breitbandmarkt bleibt in Bewegung. Auch im Q1 2020 konnten die großen Festnetz-Provider starkes Wachstum vermelden. Angesichts der Corona-Pandemie zeigt sich die Branche - bislang - bemerkenswert krisenfest.

Aktualisiert 16.11.2020
Breitband Report 2020 - Wachstum im Krisenjahr
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Kundenzahlen im Festnetz steigen weiter

Durch den weiteren Ausbau von Supervectoring und FTTH Glasfaser hat der deutsche Breitbandmarkt im vergangenen Jahr eine neue Dynamik bekommen. Trotz der anstehenden Einführung des 5G Mobilfunks ist das Festnetz-Geschäft wieder stärker in den Vordergrund gerückt.

Zusammengenommen ist die Zahl der festnetzbasierten Breitbandanschlüsse bei den fünf größten deutschen Anbietern im Q1 2020 um 168.000 auf 31,741 Mio. angestiegen. Die positive Entwicklung beschränkt sich jedoch nicht allein auf gute Neukundenzahlen. Denn die stark gewachsene Verfügbarkeit hoher Anschluss-Geschwindigkeiten bewegt zudem viele bestehende Kunden, auf höherwertige - und umsatzstärkere - Produkte umzusteigen.

Kundenzahlen Breitband-Anbieter Q3 2020

Quelle: DSLWEB Breitband Report 2020

Telekom startet erfolgreich ins Jubiläumsjahr

Die Deutsche Telekom feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag. Und Grund zum Feiern gibt es derzeit genug - auch mit Blick auf das hiesige Breitband-Geschäft. So konnte die Telekom mit 83.000 Netto-Neuverträgen im Q1 2020 den höchsten Kundenzuwachs seit zwei Jahren verbuchen. Ihr Anteil am Wachstum des Gesamtmarkts liegt damit sogar deutlich über 40 Prozent, womit die Telekom ihre eigene Zielvorgabe erfüllt und den großen Konkurrenten Vodafone ausgestochen hat. Zum 30. März 2020 zählte sie mehr als 13,8 Mio. Breitband-Kundenverträge in Deutschland.

Dabei hat die Deutsche Telekom auf den ersten Blick eigentlich einen deutlichen Wettbewerbs-Nachteil gegenüber der Konkurrenz im Kabelnetz. Denn die kann seit dem letzten Jahr mit ihren neuen Gigabit-Anschlüssen werben, während die Telekom in erster Linie auf Vectoring und Supervectoring mit maximal 250 Mbit/s setzt.

Im Wholesale-Geschäft der Telekom hat sich der Infrastrukur-Push der Kabler aber doch deutlich niedergeschlagen. Denn Vodafone hat einen großen Teil seiner DSL-Bestandskunden auf das eigene Kabelnetz migriert - und damit weg von der angemieteten Telekom-Technik. Im neuen Jahr hat sich dieser Effekt allerdings bereits wieder vermindert. Dies war ausschlaggebend dafür, dass der Festnetz-Serviceumsatz der Telekom nach einem vorübergehenden Wachstumsstopp im Q1 2020 nun wieder um 1,2 Prozent zulegen konnte.

Telekom-Chef Höttges will die scheinbaren Leistungsvorteile der Kabelnetze so allerdings ohnehin nicht stehen lassen. Die DOCSIS 3.1 Infrastruktur der Kabel Internet Anbieter als "Gigabit-Netze" zu deklarieren, bezeichnet er sogar als "Fake-News". Denn da es sich hier weiterhin um ein Shared Medium handle, bei dem sich die am jeweiligen Kabel-Cluster angeschlossenen Nutzer die Kapazitäten teilen müssen, sei die Performance der Kabelanschlüsse gerade zu Hauptlastzeiten regelmäßig beeinträchtigt. In der Praxis sei der vermeintliche Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem Telekom Supervectoring deshalb oftmals hinfällig.

Vodafone als deutschlandweiter Gigabit-Gigant

Mit dem Zukauf von Unitymedia ist Vodafone als neue Festnetz-Größe inzwischen fast auf Augenhöhe mit der Deutschen Telekom angekommen. Die Verschmelzung der beiden Unternehmen ist dabei weiterhin im Plan. Als nächsten großer Schritt hat der Konzern im Februar 2020 die Marke Unitymedia nun endgültig zu den Akten gelegt.

Im Q1 2020 konnte Vodafone unterm Strich 70.000 neue Breitband-Kundenverträge gewinnen. Während die Zahl der vermarkteten DSL Anschlüsse um weitere 49.000 auf 2,89 Mio. zurückgegangen ist, hat das Kabel-Segment um weitere 118.000 auf insgesamt 7,81 Internet-Abonnements zugelegt.

Der Rückgang an DSL Verträgen ist nicht nur verschmerzbar, sondern sogar gewollt. Denn Vodafone arbeitet aktiv daran, möglichst viele DSL Bestandskunden auf die eigenen Kabelangebote zu überführen. Und das mit einigem Erfolg: Von den 381.000 Internet-Neukunden im Vodafone Kabelnetz, die zwischen dem Q1 2019 und dem Q1 2020 zusammengekommen sind, waren 110.000 Wechsler, die zuvor einen Vodafone DSL-Vertrag genutzt haben.

Eigentlich gibt sich Vodafone meist als großer Mahner, wenn es um Preiskämpfe auf dem wettbewerbsintensiven Markt geht. Für sein Gigabit Internet ging der Provider dann aber doch einmal in die Vollen und bot das Gigabit-Paket zeitweise sogar für einen Monatspreis von unter 40 Euro an. Das hat offenbar Wirkung gezeigt, denn laut Vodafone soll sich die Zahl der eigenen Gigabit-Kunden innerhalb nur eines Monats verdoppelt haben.

Wie viele Kunden greifen nun aber direkt zum Gigabit-Anschluss? Hier will sich Vodafone nicht recht in die Karten schauen lassen. Auf Nachfrage gab der Vodafone-Chef Nick Read lediglich an, dass über 60% der Neuanschlüsse mit 400 Mbit/s oder mehr geschaltet werden. Anschluss-Geschwindigkeiten unter 250 Mbit/s sind hingegen nur noch wenig nachgefragt, sie machen inzwischen weniger als 15 Prozent der Neuanschlüsse aus.

Fiber Factory: Telekom arbeitet an der Glasfaser-Wende

Dass die Deutsche Telekom diesem Konkurrenz-Druck standhalten konnte, schreibt sie auch der Macht der eigenen Marke zu. Sie stehe eben insbesondere für Verlässlichkeit und hohe Service-Qualität.

Zum anderen weiß die Telekom, ihre Kunden als Komplettanbieter an sich zu binden: Zum Ende des Q1 2020 zählte sie so bereits mehr als 4,7 Mio. Kunden, die im Rahmen des MagentaEINS Angebots Festnetz, Mobilfunk und teils auch Internet-TV in einem Telekom Komplettvertrag kombinieren. Zum Vergleich: Vodafone kam zum gleichen Zeitpunkt lediglich auf 1,7 Mio. solcher konvergenten Kunden.

Grundsätzlich sieht sich die Telekom aber auch in ihrer Ausbaustrategie bestätigt. Denn über Vectoring und Supervectoring hat sie mittlerweile fast das gesamte Land für hohe Internet-Geschwindigkeiten erschlossen. Die 100 Megabit beispielsweise kann sie so für mehr als 30 Mio. Haushalte bereitstellen. Auch die Supervectoring-Anschlüsse mit bis zu 250 Mbit/s sind inzwischen weithin verfügbar. Nur eineinhalb Jahre nach dem Start wird die Anschlussvariante auch schon von rund 250.000 Telekom-Kunden genutzt.

Im neuen Gigabit-Segment liegt die Telekom allerdings noch weit zurück. Während Vodafone schon im Q1 2020 fast 18 Mio. potenzielle Gigabit-Haushalte ins Feld führen konnte, kam die Telekom hier lediglich auf 1,7 Mio. abgedeckte Haushalte.

Doch die Telekom setzt zur Aufholjagd an. Nach dem Vectoring-Ausbau will sie nun auf FTTH Anschlüsse umschwenken, bei denen die schnelle Glasfaser bis in die einzelnen Häuser und Wohnungen gezogen wird. Ab 2021 will sie so jährlich 2 Millionen zusätzliche Haushalte für das echte Glasfaser Internet fit machen.

Glasfaser-Vollversorgung bis 2030

Zwar hat sie ihre Anstrengungen in diesem Bereich schon im Vorfeld bereits erhöht, der aufwändige FTTH Ausbau in der Fläche erfordert jedoch viel Vorlauf. Derzeit ist die Telekom so auch noch dabei, ihre gesamte Prozesskette auf die kommende Gigabit-Offensive hin zu optimieren - das Unternehmen spricht hier auch vom Aufbau der "Fiber Factory" oder Glasfaser-Fabrik.

Auf ihrer Hauptversammlung im Juni 2020 hat die Telekom ein ambitioniertes Ziel ausgegeben: Bis 2030 soll die FTTH Glasfaser für alle deutschen Haushalte verfügbar sein. Dafür werden Investitionen im zweistelligen Milliarden-Bereich erforderlich sein.

Das will und kann die Telekom natürlich nicht alleine stemmen. Daher sucht auch sie verstärkt die Zusammenarbeit mit lokalen Netzbetreibern und fordert gleichzeitig einmal mehr den Zugang zu den Netzen der Mitbewerber ein.

Auch 1&1 wird Gigabit-Anbieter

Nicht alle Anbieter konnten ein Plus an Breitbandverträgen vermelden: Nachdem 1&1 DSL die Zahl seiner Kundenverträge über das 2. Halbjahr 2019 hinweg noch stabil halten konnte, ging es nun nochmals um 10.000 Verträge zurück. Ende März 2020 kam 1&1 damit auf 4,33 Millionen Breitband-Kundenverträge.

In einem Punkt konnte 1&1 allerdings zu den großen Konkurrenten aufschließen: Seit Ende Januar stellt 1&1 in ausgewählten Regionen ebenfalls Gigabit-Anschlüsse für Privatkunden bereit. Diese waren zuvor lediglich Bestandteil des Businesskunden-Portfolios des Schwester-Unternehmens 1&1 Versatel.

Realisiert werden die Glasfaser-Anschlüsse über die eigene Aggregator-Plattform, über die lokale Glasfasernetze an die Infrastruktur von 1&1 Versatel angeschlossen werden. Zum Start ist die Verfügbarkeit allerdings noch stark eingeschränkt und beschränkt sich auf rund 30 Gemeinden in Ausbaugebieten erster Partner wie wilhelm.tel, R-KOM und comingolstadt.

Marktanteile Breitband-Anbieter Q3 2020

Quelle: DSLWEB Breitband Report 2020

Corona-Krise: Kurzzeit-Effekte & langfristige Konsequenzen

Welche Auswirkungen die gegenwärtige Corona-Krise genau auf die deutsche Telekom-Branche haben wird, ist derzeit natürlich schwer abzusehen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass sich die Effekte auf die Geschäftszahlen der Anbieter in überschaubaren Grenzen halten werden. Auf der anderen Seite könnten sich aus der Pandemie durchaus tiefgreifende Konsequenzen für die Unternehmen ergeben.

Grundsätzlich ist die Telekommunikations-Branche wesentlich besser für die Krise gerüstet als viele andere. Schließlich sind ihre Services in Zeiten von Home Office und Social Distancing essenziell. Darüber hinaus arbeiten die Provider schon seit geraumer Zeit sehr stark am Ausbau und der Optimierung ihrer digitalen Strukturen, sei es beim Kundenservice oder dem digitalen Vertrieb.

Nutzungsverhalten zeigt sich in den Zahlen

Ein Punkt, der sich in der Krise sehr schnell bemerkbar gemacht hat, ist das veränderte Nutzungsverhalten der Kundschaft. Hier sind die Aussagen der verschiedenen Provider weitgehend deckungsgleich: Während sich die mobile Internetnutzung kaum verändert hat, haben Telefonie und die Datennutzung im Festnetz erwartungsgemäß stark angezogen.

Obwohl inzwischen ein Großteil dieser Nutzung über Flatrates abgedeckt ist, zeigt sich hier bereits ein kurzfristiger Umsatzeffekt. Im europäischen Festnetz-Geschäft verzeichnete Vodafone zwischen Mitte März und Ende April so einen Anstieg um 33 Prozent bei den Gesprächsentgelten. Über Flatrates hinaus macht der Konzern im Festnetz-Segment europaweit einen Jahresumsatz von rund 0,6 Mrd. Euro.

Am unmittelbarsten zeigen sich die Auswirkungen der Corona-Krise beim Roaming-Umsatz. Im Zuge von Grenzschließungen und dem Herunterfahren des internationalen Reiseverkehrs ist dieser erwartbar eingebrochen. Innerhalb Europas etwa sei der Roaming-Umsatz im März und April bei Vodafone um rund 65 bis 75 Prozent abgesackt, die Deutsche Telekom spricht sogar von einem Rückgang um rund 80 Prozent.

Abhängig von der Dauer der Reiseeinschränkungen dürfte sich dies auch erkennbar in den Jahresbilanzen der großen Mobilfunker niederschlagen. Bei einem regulären Geschäftsverlauf hätte die Deutsche Telekom hier einen jährlichen Gesamtumsatz von etwa 0,35 Mrd. Euro erwartet, Vodafone würde normalerweise mit europäischen Roaming-Erlösen von rund 900 Mio. Euro rechnen. Hier werden die Anbieter ihre Erwartungen deutlich herunterschrauben müssen. Zwar sind die Ausfälle in diesem Bereich zunächst durch die gestiegene lokale Nutzung aufgefangen worden, mit der schrittweisen Aufhebung der örtlichen Kontakt-Einschränkungen dürfte sich dieser Effekt jedoch wieder abschwächen.

Beim Smartphone-Absatz haben sich vor allem die Corona-bedingten Ladenschließungen zwischen Mitte März und Ende April bemerkbar gemacht. Für die Zeit des Shutdowns weist die Telekom in dieser Sparte einen Umsatzrückgang von etwa 20 Prozent aus. Da es sich hier allerdings um einen zeitlich begrenzten Effekt handelt und das Hardware-Geschäft ohnehin mit niedrigen Margen behaftet ist, dürften sich die Auswirkungen auf die Ergebnisse der Provider in engen Grenzen halten.

Nicht anfällig, aber auch nicht immun

Bislang hat sich die Corona-Krise noch nicht drastisch in den Bilanzen der großen Internetanbieter niedergeschlagen. Die Deutsche Telekom sieht sich sogar besonders gut gewappnet und hat bereits ihre Prognose für das Gesamtjahr 2020 bestätigt. So weit wollen die meisten Mitbewerber zwar nicht gehen, aber auch sie sprechen allenfalls von geringen Auswirkungen auf die Geschäftslage.

1&1 DSL konnte für das Q1 2020 sogar einen positiven Umsatzeffekt aufweisen. Allein durch das geänderte Nutzungsverhaltens habe sich der Umsatz der eigenen Access-Sparte (Festnetz & Mobilfunk) um zusätzliche 3,1 Mio. Euro erhöht. Statt um 3,9 Prozent konnte der Segment-Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal so um 4,3 Prozent zulegen.

Vodafone zeigt sich hier vergleichsweise vorsichtig. Statt eines guten Wachstums erwartet die Unternehmsführung nun eher eine Stabilisierung oder sogar einen leichten Rückgang bei den Ergebniskennzahlen in 2020. Allerdings bezieht sich diese Einschätzung auf das weltweite Geschäft der Unternehmensgruppe. Speziell in Deutschland seien laut Vodafone hingegen noch kaum Auswirkungen zu spüren.

Preisniveau soll Krise überstehen

Der kurzfristige Ausblick für die Breitbandanbieter ist also verhältnismäßig robust. Doch auch sie sind natürlich an die gesamtwirtschaftliche Lage gebunden. Diese wird langfristig Auswirkungen auf die Telekom-Branche haben. Sowohl Vodafone als auch die Telekom berichten inzwischen von ersten Zahlungsausfällen im Business-Segment, vor allem im Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Auch wenn diese noch eher als Randerscheinung in den Ausführungen der Anbieter auftauchen, könnte sich dieser Effekte mit Fortschreiten der Krise natürlich noch erheblich verstärken.

Hier drängt sich eine Frage auf: Falls auch der breiteren Kundschaft das Geld nicht mehr so locker sitzt, sollten die Telekommunikations-Unternehmen mit Preissenkungen reagieren? Dieser Idee haben die Branchengrößen bislang jedoch eine klare Absage erteilt.

Im Gegenteil: Die Krise habe sehr deutlich gezeigt, welchen Wert eine verlässliche Internetversorgung hat. Und diese Qualität soll weiterhin ihren Preis haben. Die Telekom sieht hier eine klare Chance für ihre Premium-Produkte. Auch Vodafone-Chef Nick Read geht eher davon aus, dass die Kundschaft künftig eher gewillt sein wird, für ein Angebot in einem hochwertigen Netzwerk auch einen angemessenen Aufpreis zu zahlen.

Nicht zuletzt hat das gesteigerte Augenmerk besonders zuverlässige Internet-Lösungen auch die Stellung des klassischen Festnetzes gegenüber mobilfunkgestützten Angeboten ("fixed mobile", WLAN aus der Steckdose) gestärkt. Telekom-Chef Höttges hat hier sogar schon von einer "Renaissance" der Festnetz-Infrastruktur gesprochen.

Wertschätzung haben die Telekommunikationsanbieter aber nicht nur von ihrer Kundschaft bekommen, sondern auch von anderer Stelle - der Politik. Sowohl Vodafone als auch die Telekom versprechen sich davon offenbar große Chancen. Die gestärkten Beziehungen zu Regierungsstellen könnten einen möglichen Hebel bei künftigen Verhandlungen darstellen, vor allem, wenn es um die - aus ihrer Sicht - angemessene Ausgestaltung von Regulierungen geht.

Digital statt lokal

Bereits im Januar hatte die Telekom angekündigt, bis Ende 2021 rund 100 Telekom-Shops zu schließen - das entspricht einem Fünftel der eigenen Ladenlokale im Bundesgebiet. An diesem Plan will die Telekom auch weiterhin festhalten. Allerdings hat sich während der Lockdown-Phase gezeigt, dass das Unternehmen auch den kompletten Ausfall der Shops überraschend erfolgreich auffangen konnte. Im Zuge der Corona-Krise will die Telekom ihren Kanal-Mix deshalb noch einmal auf den Prüfstand stellen. Es könnten also noch mehr Shop-Schließungen ins Haus stehen, als ursprünglich angedacht.

Wie Vodafone berichtet, hat die laufende digitale Transformation des Unternehmens während der Corona-Krise einen zusätzlichen Schub bekommen. Auch hier sollen Vertrieb und Service mehr und mehr auf schlankere Online-Kanäle verlegt werden, was weitere Ladenschließungen sehr wahrscheinlich macht. Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres hat Vodafone bereits fast ein Zehntel seiner europäischen Shops geschlossen.

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Anbietern

DSLWEB begleitet die Geschehnisse auf dem deutschen Breitbandmarkt nicht nur mit seinen Marktreports, sondern bereitet die Entwicklung der einzelnen Provider zudem regelmäßig im Rahmen seiner aktuellen Berichterstattung auf. Folgende News-Meldungen und Info-Grafiken liefern weitere Hintergründe zu den deutschen Breitband-Anbietern in 2020:

Deutsche Telekom: Kundenentwicklung Breitband

Quelle: DSLWEB Breitband Report 2020

Vodafone: Kundenentwicklung Breitband

Quelle: DSLWEB Breitband Report 2020

Vodafone: Kundenentwicklung Kabel Internet

Quelle: DSLWEB Breitband Report 2020

Vodafone: Kundenentwicklung DSL

Quelle: DSLWEB Breitband Report 2020

1&1 DSL: Kundenentwicklung Breitband

Quelle: DSLWEB Breitband Report 2020

o2 DSL: Kundenentwicklung Breitband

Quelle: DSLWEB Breitband Report 2020

PYUR: Kundenentwicklung Breitband

Quelle: DSLWEB Breitband Report 2020


Highlights Breitbandmarkt 2020

Datum Highlights 2020

07. Januar 2020

Netz-Kooperation: Deutsche Telekom und EWE gründen Glasfaser Nordwest

siehe: Gemeinsamer Glasfaserausbau: Deutsche Telekom und EWE kooperieren

31. Januar 2020

Marktstart 1&1 Glasfaser 1.000

siehe: Bis zu 1000 Mbit/s: 1&1 schaltet Glasfaser-Tarif für Privatkunden frei

10. Februar 2020

Deutsche Glasfaser wechselt Eigentümer

siehe: Investorenwechsel bei Deutsche Glasfaser: Finanzspritze und große Ausbaupläne

17. Februar 2020

Vodafone stellt Markenauftritt von Unitymedia ein

siehe: Gigabit Internet für 39,99 €: Vodafone startet neues CableMax 1000 Angebot

18. Februar 2020

Start öffentlicher Beta-Test für Magenta TV Box

siehe: Magenta TV Box und TV Box Play: Neue Telekom TV-Receiver jetzt erhältlich

18. März 2020

Corona-Krise: Telekom-Anbieter schließen Ladenlokale

siehe: Nach Shop-Schließung: So geht es für Telekom, Vodafone & o2 Kunden weiter

24. März 2020

Marktstart Disney+

siehe: Disney+ Start: Ab heute Micky Maus, The Mandalorian & Co. streamen

25. März 2020

Marktstart Telekom Magenta TV Stick

siehe: Magenta TV Stick startet mit 3 Monaten Disney+ und Magenta TV gratis

06. April 2020

Vodafone und Unitymedia vereinheitlichen Kabel Internet Angebot

siehe: Eine Marke, ein Angebot: Neue Vodafone Red Internet & Phone Cable Tarife ab heute erhältlich

17. April 2020

Hardware-Update: Neuer Congstar Homespot LTE Router

siehe: Congstar Homespot Router mit LTE Cat7 vorgestellt

20. April 2020

Tarif-Update: Preissenkungen bei 1&1 Glasfaser 1.000

siehe: Ab 39,99 € pro Monat: 1&1 senkt Preis für Glasfaser Internet

27. April 2020

Hardware-Update: Neue Vodafone GigaCube Router

siehe: Hardware-Upgrade: Neuer Vodafone GigaCube Basic und 5G Router



DSLWEB Archiv: Der deutsche Breitbandmarkt seit 2007

Bei den Berichten zu einzelnen Quartalen und Geschäftsjahren handelt es sich zwangsläufig um Momentaufnahmen. Trends und historische Entwicklungen allerdings zeichnen sich erst über längere Zeiträume ab.

DSLWEB begleitet den deutschen Breitband-Markt bereits seit 2007 mit regelmäßig erscheinenden Reports. Über den Gesamtindex können alle bisherigen Ausgaben zentral abgerufen werden.

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