1&1 5G Verfügbarkeit

Erster Ausblick auf die 1&1 5G Netzabdeckung

Die 1&1 AG wird Mobilfunk-Netzbetreiber. Im Laufe der nächsten Jahre will 1&1 ein brandneues, vollständig virtuelles Handynetz aus dem Boden stampfen, das Deutschland mit 5G versorgen soll. An ersten Standorten ist das 1&1 5G Handynetz bereits verfügbar, Mitte 2023 soll dann der deutschlandweite Netzbetrieb mithilfe von National Roaming anlaufen. Wir klopfen ab, welche 5G Ausbauziele der Provider verfolgt - und was das für die 1&1 5G Abdeckung bedeutet.

von Ingo Hassa
Aktualisiert 05.01.2023
1&1 5G Verfügbarkeit - Wann startet 1&1 mit 5G?
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1&1 Verfügbarkeit

1&1 5G Verfügbarkeit im Überblick

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Das neue 1&1 5G Netz ist gestartet, doch die Verfügbarkeit ist noch sehr gering.

  • 1&1 5G Ende Dezember 2022 gestartet
  • erstes Produkt: 1&1 5G zu Hause
  • rasche Zuschaltung weiterer Standorte 2023
  • 12.600 Funkmasten und 500 Rechenzentren
    in den kommenden Jahren
  • Ausbauverpflichtungen bis Ende 2030

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1&1 5G zu Hause

1&1 5G erstmals verfügbar

Der erste Schritt ist getan: 1&1 hat Ende Dezember 2022 das eigene 5G Netz offiziell an den Start gebracht. An zunächst drei Standorten in Frankfurt am Main und in Karlsruhe steht das neue 5G-Mobilfunknetz ab sofort zu Verfügung. Ein erstes 5G-Produkt gibt es ebenfalls: 1&1 5G zu Hause, was als Alternative zum Internet über DSL, Glasfaser oder Kabel taugt. Die Mobilfunktarife für Smartphones und Co. im frisch gebackenen 1&1-Netz lassen noch auf sich warten. Bis dahin bleiben die 1&1 Allnet Flats und Daten-Tarife über das Telefónica-Netz erhältlich.

1&1 5G Verfügbarkeit soll 2023 kräftig steigen

Bei nur drei 5G-Standorten soll es freilich nicht bleiben. Schon Anfang 2023 sollen 50 weitere Funkmasten für 1&1 5G ihren Betrieb aufnehmen. Unter anderem in Hamburg, Essen, Düsseldorf, Wiesbaden, Mainz, München und Freiburg. Außerdem befinden sich laut 1&1 aktuell - Stand Januar 2023 - 235 Standorte im Bau, auch sie sollen in der ersten Jahreshälfte 2023 folgen und somit die 1&1 5G Verfügbarkeit erhöhen. Überhaupt glaubt der Provider die Verzögerungen beim Netzausbau für überwunden und stellt einen kontinuierlichen Rollout neuer Antennenstandorte in Aussicht. Im Laufe des Jahres 2023 soll das Zwischenziel von 1.000 Funkmasten erreicht werden.

Die große Versorgungsverpflichtung bis Ende 2030 lautet indes weiterhin: Spätestens dann muss 1&1 rund 50 Prozent aller Haushalte in Deutschland mit seinem eigenem Handynetz erreichen. Dafür will das Unternehmen etwa 12.600 Funkmasten und über 500 regionale Rechenzentren freischalten.

Verfügbarkeit von 1&1 5G zu Hause

Die Ausbauziele für 2023 haben zunächst direkte Auswirkungen auf die neue Produktschiene 1&1 5G zu Hause. Deren Verfügbarkeit steigt mit jedem zusätzlichen 5G-Sendemast, entsprechend dürften Verbraucher die Alternative zu DSL- und Kabel Internet künftig häufiger buchen können. Momentan fällt die 1&1 5G zuhause Verfügbarkeit jedoch noch äußerst gering aus. Nutzer prüfen am besten per Adress-Abfrage, welches Produkt konkret an ihrem Wohnort erhältlich ist und dabei welche Internet-Geschwindigkeiten liefert.

1&1 5G Verfügbarkeit für Smartphones und Co. ab Sommer 2023

Wie sieht es derweil mit 1&1 Mobilfunktarifen inklusive 5G aus? - 1&1 hat bereits Tarife für Smartphones mit 5G im Programm. Dabei greift 1&1 derzeit noch zu 100% auf das Handynetz von Telefónica zurück. 1&1 Kunden genießen dabei vollen 5G-Highspeed mit Datenraten bis 500 Mbit/s im Download. Ist vor Ort (noch) kein 5G verfügbar, dann kommt immer die LTE-Technologie zum Einsatz, welche ebenfalls hohe Datenraten garantiert. Neukunden können mit den 1&1 All-Net-Flat Varianten L, XL und XXL den 5G Zugang nutzen.

Parallel rückt indes 5G für Smartphones und Co. über das eigene 1&1 5G Netz näher. Das Unternehmen will mit der Vermarktung von 5G Tarifen für Smartphones im eigenen Netz im Sommer 2023 beginnen. Falls an einem bestimmten Standort 1&1 5G verfügbar ist, surfen und telefonieren Kunden im 1&1-Netz. Ansonsten springt immer per National Roaming das Telefónica-Netz ein. Während der Bauphase des neuen 1&1 Netzes greifen Kunden also in nicht versorgten Gebieten automatisch auf Antennen des Roaming-Partners zurück. Der Empfang wird so deutschlandweit und unterbrechungsfrei gewährt.

1&1 baut OpenRAN-Mobilfunknetz für 5G

1&1 setzt beim Bau des neues 5G-Netzes auf die sogenannte OpenRAN-Technologie. Hierbei handelt es sich um ein vollständig virtuelles Netz, welches die Netzinfrastruktur cloud-basiert bereitstellt. Offene, standardisierte Schnittstellen ermöglichen eine Kombination von Komponenten beliebiger Hersteller, sodass 1&1 nicht auf Teile eines einzelnen Herstellers angewiesen ist. Zudem kann das Unternehmen schneller auf Entwicklungen reagieren und Innovationen implementieren. Konkret verbauen Techniker Server von DELL und Supermicro, Router von Cisco, Software von Rakuten, Mavenir und Altiostar sowie Antennen von NEC und Communications Components (CCI).

Jeder neue 1&1-Funkmast wird mit Gigabit-Antennen bestückt, die per Glasfaser an regionale Edge-Rechenzentren angeschlossen sind. Die Abstände zwischen Antennen und Edge-Rechenzentren sind kurz, was sehr geringe Datenlaufzeiten und Echtzeitfähigkeit erlaubt. Nutzer sollen so vom bestmöglichen 5G Highspeed mit niedriger Latenz profitieren.

So geht's weiter: Ausbau von 5G nach dem 1&1 Netzstart

Nach dem Startschuss für das öffentliche 1&1 5G Netz dürfte der Ausbau in den kommenden Jahren kontinuierlich vorangehen. Einen großen Sprung dürfte die 1&1 5G Verfügbarkeit schließlich 2026 machen. Erst dann werden nämlich auch die wichtigen Frequenzen aus dem 2 GHz Band freigegeben. Nur über diese kann auch die 5G Netzabdeckung in der Fläche angegangen werden - die ersten verfügbaren Frequenzen schaffen nämlich auch unter Idealbedingungen lediglich 5G Reichweiten von wenigen Hundert Metern. Selbst im urbanen Raum ist so eine enorme Dichte an Antennenstandorten nötig, um eine angemessene 1&1 5G Verfügbarkeit herzustellen.

Frequenzen Blöcke Auktionspreis Freigabe ab

3,6 GHz

5 x 10 MHz

334,997 Mio. €

2021

2 GHz

4 x 5 MHz

735,190 Mio. €

2026

Auflagen für die 1&1 5G Verfügbarkeit

Allen Netzbetreibern, die im Frühjahr 2019 5G Frequenzen ersteigert haben, wurden von der Bundesnetzagentur bestimmte Ausbauverpflichtungen auferlegt. Für den Neueinsteiger 1&1 wurden die 5G Auflagen allerdings entsprechend entschärft. Während die Etablierten einen langen Katalog von spezifischen Vorgaben zu erfüllen haben, muss 1&1 in erster Linie bestimmte Maßgaben in Sachen Bevölkerungsabdeckung erreichen.

Dabei bezieht sich übrigens nur die erste feste Zielvorgabe ausdrücklich auf die 1&1 5G Verfügbarkeit. Diese sah ursprünglich vor, dass 1&1 bis Ende 2022 bereits mindestens 1.000 5G Basisstationen im aktiven Betrieb haben muss. Aufgrund von Lieferproblemen für die benötigte Technik wurde das Ziel verfehlt und steht nun für 2023 auf dem Plan. Ansonsten geht es allgemein um die künftige 1&1 Netzabdeckung: Bis Ende 2030 muss 1&1 die Hälfte der deutschen Haushalte mit Mobilfunk versorgen können.

Übersicht: Ausbauverpflichtungen für 1&1

Zeitpunkt Ausbauvorgaben

Ende 2023

mindestens 1.000 5G Basisstationen

Ende 2030

Mobilfunk-Versorgung von mindestens 50% der deutschen Haushalte

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1&1 5G zu Hause


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