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US-Satellitenbetreiber steigen ins Breitbandgeschäft ein

DSLWEB News vom 12. März 2004
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Die US-Satellitenbetreiber DirecTV und das Jungunternehmen WildBlue möchten ins Breitbandgeschäft einsteigen und konzentrieren sich dabei auf ländliche Regionen bei dem aufgrund technischer Probleme Breitbandzugänge nur eine geringe Verbreitung haben.

Schon in den 90er Jahren versuchten die amerikanischen Satellitenbetreiber ins Breitbandgeschäft einzusteigen jedoch wurde dies wegen hoher Latenzzeiten und geringer Bandbreite zu einem Misserfolg.

Jetzt wo modernere und schnellere Technologien zur Verfügung stehen, wollen die US-Satellitenbetreiber erneut ins Breitbandgeschäft einsteigen.

Diesmal sehen sich die Satellitenbetreiber als Konkurrenz zu den Betreibern von Kabelnetzen. Dabei beobachten die Unternehmen neidisch die Möglichkeit der Kabelnetzbetreiber die Breitband-, und Telefondienste bündeln zu können.

Die Satellitenbetreiber erhoffen sich einen langfristigen Erfolg bei der Abdeckung von ländlichen Gebieten bei denen sich herkömmliche Breitbandanschlüsse wie DSL nicht profitabel auszahlen.

Der Telekommunikationskonzern Hughes will in Kürze einen Satelliten starten, deren Effizienz höher sein soll als seine Vorgänger.

Im neuen Satelliten kommt eine neue Technologie die Ka-band genannt wird zum Einsatz, die ebenfalls eine höhere Geschwindigkeit bei der Zweiwegekommunikation erlaubt.

Unter der Marke Spaceway soll dieser neue Breitbandzugang zuerst nur kleinen und mittelständischen Unternehmen zum Kauf angeboten werden.

Der Breitbandmarkt ist in den USA hart umkämpft jedoch erhoffen sich die Satellitenbetreiber eine zweite Chance. “Sie versuchen nicht, den Massenmarkt zu knacken“, erklärte Patrick Mahoney, der Analyst bei dem Marktforschungsunternehmen Yankee Group ist.

"Sie wissen, dass das nicht möglich ist. Stattdessen setzen sie voll auf die ländlichen Gebiete", so der Analyst weiter.

Letzte Woche kündigte Hughes an auf das Internet Protocol over Satellite (IpoS) zu setzen welches durch eine Vereinheitlichung helfen soll, eine Kostenreduzierung zu erreichen.

Das junge Unternehmen WildBlue setzt im Gegensatz zu Hughes auf die Technik Data-Over-Cable-Service Interface Specifactions (DOCSIS), die bei Kabelmodems eingesetzt werden.

Deren Satellit setzt allerdings genauso wie bei Hughes auch auf die neue Ka-Band-Technologie.

"Sie erwarten nur einige Millionen Kunden, nicht mehr unrealistische Zahlen jenseits der zehn Millionen", erklärte Steve Mather vom Marktforschungsunternehmen Sanders Morris Harris.

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