DSLWEB News vom 19. Dezember 2003
Die sechste UMTS-Lizenz, welche von 3G-Mobile einer Tochter von Telefonica-Moviles gehalten wird steht vor dem Verkauf. Die Regulierungsbehörde in österreich hat offenbar den Kauf der Firma inklusive Frequenznutzungsrechten durch Mobilkom Austria genehmigt allerdings unter Auflagen.
Jedoch ist die Zeit knapp weil die übernahme bis zum Jahreswechsel abgeschlossen sein muss. Hält Telefonica-Moviles sich nicht an diesen Zeitrahmen werden 20,00 Millionen Euro Strafe wegen Nichterfüllung der Lizenzauflagen fällig.
Der GSM-, und UMTS-Marktführer Mobilkom Austria besitzt bereits Nutzungsrechte für je zwei gepaarte und ungepaarte UMTS-Frequenzpakete. Zwei weitere Frequenzpakete werden durch die übernahme hinzukommen.
Nun fürchtet die Regulierungsbehörde österreich dass soviel Bandbreite einen Netzaufbau-, und betrieb günstiger machen würde, welches für die Konkurrenz nicht möglich ist.
Im Jahre 2004 muss Mobilkom Austria eine der gepaarten Frequenzbereiche wieder abgeben, um einen stärkeren Wettbewerb im österreichischen UMTS-Markt zu gewährleisten.
An diesem einem Frequenzbereich zeigt bisher nur die Hutchison-Tochter Neustarter 3 öffentlich Interesse und wurde bereits in die Verhandlungen einbezogen.
Im November 2000 wurden für insgesamt 832,00 Millionen Euro sechs UMTS-Lizenzen versteigert.
Eine Netzabdeckung von 25,00 % der Bevölkerung schreiben die UMTS-Lizenzbedingungen für die kommerzielle Verfügbarkeit bis Ende 2003 vor.
Bis Ende des Jahres werden die vier GSM-Netzbetreiber Mobilkom Austria, T-Mobile, One und tele.ring sowie Neustarter mit ihrem UMTS-Netz am Markt starten.