DSLWEB News vom 11. Februar 2004
Bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2003 der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post befasste sich deren Chef Matthias Kurth auch detailiert mit der Situation auf dem Deutschen Breitbandmarkt. Hier hätten die Mitbewerber der Deutschen Telekom zwar im DSL-Bereich nur einen Marktanteil von 8%, kämen jedoch bei der Berücksichtigung anderer Breitbandtechnologien (Kabel, Satellit etc.) auf 11%. Zudem legte er Zahlen zur durchschnittlichen Internetnutzung und zum erstmals veröffentlichten Datenvolumen bei der Internetnutzung in Deutschland vor.
Mit dem Stand Ende 2003 waren 4,1 Millionen T-DSL Anschlüsse vorhanden, 400 000 DSL-Anschlüsse der Mitbewerber der Deutschen Telekom (mit eigenen DSL-Anschlüssen die nicht auf T-DSL basieren) , 60 000 Breitbandanschlüsse per Kabel, 8000 Powerline-Anschlüsse (hauptsächlich in Mannheim) sowie 45000 Breitbandzugänge per Satellit.
Der Chef der RegTP sieht dabei in der Realisierung der sogenannten Bitstromanschlüsse ( siehe aktuelle Meldung Bitstromanschlüsse) einen wesentlichen Faktor für die Schaffung eines größeren Wettbewerbs gegenüber dem Ex-Monopolisten Deutsche Telekom und dessen T-DSL Anschluss.
Aber auch die 23 Millionen Kabelkunden seien für die Verbreitung weiterer Breitbandzugänge ein wichtiges Potential.
Neben Erhebungen zur Anzahl der DSL-Anschlüsse und WLAN/Hotspots ( siehe aktuelle WLAN Meldung) präsentierte Kurth auch Zahlen zur allgemeinen Internetnutzung: So verfügen 23 Millionen Kunden über einen Vertrag mit einem ISP (Internetprovider), Schätzungen zufolge nutzen dabei 39 - bzw. nach Schätzung des Branchenverbandes Bitkom - bis zu 40 Millionen Bundesbürger insgesamt das Internet , also auch am Arbeitsplatz, an Universitäten und in Schulen, sowie in Vereinen oder in Internet-Cafes.
Inzwischen beträgt die Internetnutzung in Deutschland durchschnittlich 11 Stunden im Monat was im europaweiten Vergleich zu einem der vorderen Plätze führt.
Erstmalig wurde das bei der Internetnutzung entstandene Datenvolumen beziffert: So ist dieses im Jahre 2002 von 194 Millionen Gigabte auf 403 Millionen Gigabyte im Jahre 2003 gestiegen.
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