DSLWEB News vom 28. Dezember 2003
Die Breitbandtechnologie Powerline steht nach dem beachtlichen Erfolg von WLAN vor Aus und in unserem Nachbarland österreich wurde diese Technologie wegen Störung des Kurzwellenfunknetzes verboten.
Nach Medienberichten veranlasste das österreichische Verkehrsministerium vor wenigen Tagen die Einstellung der Pilotprojekte des Energieunternehmens Linz Strom AG.
Der von Powerline benutzte Frequenzbereich von 2,0 bis 30,00 MHz beeinträchtigt massiv das Kurzwellenband wobei teilweise die Messwerte um das zehntausendfache überschritten worden sind. Für diese Anordnung des Verkehrsministeriums sei eine Anzeige des Roten Kreuzes in österreich die Ursache gewesen.
Der Funkverkehr des Roten Kreuzes sei bei einer übung im Frühjahr massiv gestört worden.
Durch Powerline sind sämtliche Kurzwellenanlagen laut dem Versuchssenderverband österreich gestört worden wobei auch der Not-, und Flugfunk sowie die Navigationsdienste stark beeinträchtigt wurden.
In Deutschland hat die Breitbandtechnologie Powerline auch keine Zukunft mehr und der Energiekonzern RWE stellte sein Powerline-Angebot bereits am 30.09.2002 ein.
Die technischen Bedingungen zur Freihaltung von bestimmten Frequenzen hat eine Installation des Powerline-Konzeptes im Endkundenbereich nicht mehr zugelassen verlautete RWE-Sprecher Carsten Knauer damals den Rückzug des Energiekonzerns.
Den Onlinezugang via Stromkabel entwickelten mehrere Energiekonzerne bereits seit einigen Jahren. Das Ziel war es neben der Nutzung der hauseigenen Stromverkabelung als Netzwerk auch die "letzte Meile" der Deutschen Telekom AG zum Kunden zu umgehen.
Jedoch zeigte sich bei ersten Tests dass die Kapazität dieser Technologie zu schwach war, wenn mehrere Kunden die an einen Verteiler angeschlossen waren im Internet surfen wollten.
Bis zuletzt war nicht geklärt wie hoch die exakte Bandbreite bei jedem angeschlossenen Haus sein sollte.