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Dritte Mobilfunkgeneration UMTS muss zum Erfolg werden

DSLWEB News vom 31. Dezember 2003
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Die fünfzig Milliarden Euro teure Zugangstechnologie UMTS muss zum Erfolg für die Netzbetreiber werden aber funktionierende Dienste gibt es noch nicht ebenso fehlt es an attraktiven Handys.

Etwas Sicherheit gibt es beim Mobilfunk der dritten Generation schon und zwar dass es zu Silvester keine kommerziellen UMTS-Dienste geben wird. Die vier verbliebenen aktiven Netzbetreiber müssen im Januar der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) nachweisen dass sie mindestens 25,00 % der Bundesbürger mit dieser neuen Zugangstechnologie erreichen.

Weiterhin unklar ist wann die neuen Handys in die Geschäfte gelangen und neue Dienste wie mobile Videophonie zur Verfügung stehen. Im März wollen die Unternehmen T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 auf der Cebit zumindest zeigen was die neue Mobilfunkgeneration alles ermöglicht.

Nach den Angaben von Harald Dörr, einem Sprecher der Regulierungsbehörde schreiben die Lizenzbedingungen vor dass nur 25,00 % der Bevölkerung mit dem UMTS-Mobilfunk versorgt sein müssen. Jedoch nicht der Start von kommerziellen UMTS-Diensten.

Bereits im August hatte Matthias Kurth der Chef der Regulierungsbehörde in einem Interview diese Auslegung der Vereinbarung präzisiert.

Damals konnten die Netzanbieter aufatmen weil es sich abzeichnete dass ein reibungsloser Start von UMTS zum Jahreswechsel kaum möglich werden würde.

Allerdings ist die Technologie teuer denn neben den bereits 50,00 Milliarden Euro teuren UMTS-Lizenzen müssen die Unternehmen noch weitere Milliarden Euro in den Aufbau eines funktionsfähigen UMTS-Netzes investieren. "Die Lizenz läuft 20 Jahre, da kommt es auf einen oder zwei Monate nicht an", sagte Markus Gehmeyr ein Sprecher von E-Plus. Jedoch können sich nicht alle teilnehmenden Unternehmen die damals im Jahre 2000 eine der UMTS-Lizenzen erworben haben einen milliardenschweren Aufbau eines UMTS-Netzes leisten. Vor ein paar Tagen gab Mobilcom bereits seine UMTS-Lizenz an die Regulierungsbehörde zurück.

Bisher haben noch alle Anbieter Probleme mit den Endgeräten."Wichtig ist, dass die Handys in Leistung, Umfang und Angebot dem der heutigen Geräte entsprechen", sagte T-Mobile-Sprecher Philipp Schindera. "Die Handys sind noch nicht soweit", gab auch O2-Sprecher Stefan Zuber bekannt.

Aktuell sind die Geräte um zwei Drittel größer und schwere als die heutigen Handys. Erst im Weihnachtsgeschäft 2004 rechnet Stefan Zuber mit einer stärkeren Vermarktung der auf UMTS ausgelegten Handys. Eventuell werde die Branche erst mal mit Funkkarten für Notebooks in den UMTS-Markt einsteigen.

Der britische Netzanbieter Vodafone hat im Dezember einen größeren Test dieser Karten mit Geschäftskunden gestartet. über einen Notebook-Akku werden diese Karten mit Energie versorgt und sollen einen schnellen Zugang ins Netz und zum Intranet (interne Netzwerke bei Unternehmen) ermöglichen.

Bisher sind mehrere hundert Karten ausgegeben worden und im Januar solle die Zahl weiter erhöht werden teilte Jens Kürten, ein Sprecher von Vodafone mit.

Die milliardenschweren Investitionen in UMTS müssen sich für die Unternehmen rechnen aber dies gelingt nur wenn sie eine große Anzahl Endverbraucher erreichen.

In Zukunft wird es keine GSM-Handys mehr geben da kein Anbieter UMTS einzeln vermarkten wird.

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