DSLWEB News vom 24. November 2007
Wer sich einen schnellen DSL Anschluss leistet, will ihn in der Regel auch auch intensiv nutzen – zum Beispiel für Multimedia, Filesharing, live gesreamte Videos und andere datenintensive Anwendungen. Neben der zunehmenden Verwendung mobiler Zugangsgeräte sollen aber vor allem diese Anwendung dazu beitragen, ein von Nemertes Research gezeichnetes Schreckensbild wahr werden zu lassen.
Glaubt man einer Studie der amerikanischen Beraterfirma, so könnte sich bis zum Jahr 2010, sollte kein deutlicher Kapazitätsausbau erfolgen, die DSL Geschwindigkeit auf das Niveau eines 56k-Modems reduzieren. Um diese Gefahr zu bannen, müssten in den kommenden Jahren weltweit rund 137 Milliarden US Dollar in die Infrastruktur investiert werden.
Befürchtet wird der digitale Overkill vor allem für die USA, wo derzeit monatlich über acht Millionen Videos gestreamt werden. Aufgrund der globalen Sruktur des Mediums wären davon aber selbstverständlich alle Anwender weltweit betroffen.
Eines sollte man jedoch wissen: in Auftrag gegeben wurde die Studie von der Internet Innovation Alliance, einem Zusammenschluss gegen Netzneutralität, dessen kommerziellen Interessen das Ergebnis dienlich ist. Ferner ist zu beachten, dass die Investitionen in den Netzausbau durchaus steigen – man denke dabei nur an die aktuellen Diskussionen um das Thema VDSL.
Quelle: Golem.de