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DSLWEB Marktreport

DSL Marktanteile in Deutschland im 1. Quartal 2007
DSLWEB Special, Stand Juni 2007

Der DSL-Markt im 1. Quartal 2007

Rückblickend betrachtet war der DSL Markt im Jahr 2006 von zwei Entwicklungstendenzen geprägt: Umverteilung und Wachstum. Der Bundesnetzagentur zufolge lag Ende 2006 die Anzahl der deutschlandweit geschalteten DSL-Anschlüsse mit 14,17 Millionen um 37 Prozent über dem Vorjahr (10,38 Millionen). Ein Wachstum, das auch an der Penetrationsrate abzulesen ist: während 2006 rund 36 Prozent aller Haushalte über einen DSL Anschluss verfügten waren es 2005 nur 27 Prozent.

Ebenso war eine Umverteilung der Marktanteile bemerkbar. Die Vormachtstellung der Deutschen Telekom scheint langsam aber sicher zu bröckeln: 2006 betrugen die Anteile des Marktführers erstmals weniger als 50 Prozent. Den 7,07 Millionen T-Com Anschlüssen standen 3,21 Millionen T-DSL-Resale-Anschlüsse sowie 3,89 Millionen DSL-Anschlüsse weiterer Wettbewerber gegenüber. Rechnet man die T-DSL-Resale-Anschlüsse allerdings der Telekom zu, so ergibt sich mit 73 Prozent Marktanteil freilich noch eine satte technologische Dominanz.

Auch wenn es nach wie vor regional aktive DSL Anbieter von bemerkenswerter Größe (z.B. Netcologne mit 300.000 Kunden) sowie Neueinsteiger aus dem Mobilfunkbereich (Vodafone und O2) gibt, scheint sich der Markt insgesamt auf wenige große Anbieter festzulegen: Telekom, United Internet (1&1), HanseNet (Alice), Arcor, Freenet und Versatel bedienen über 90 Prozent aller DSL-Kunden. Diese sechs Top-Player haben mittlerweile ihre Zahlen für das erste Quartal 2007 veröffentlicht. Unter den dominanten DSL Anbietern ergibt sich folgende Verteilung:

Marktanteile DSL Anbieter Deutschland Q1 2007

Erwartungsgemäß hat die T-Com weiter an Boden verloren. Belief sich ihr Anteil am DSL Markt in 2006 noch auf 49,89 Prozent, so sind es Anfang 2007 nur noch 48,20 Prozent. Ihren Beitrag dazu hat eine deutlich wahrnehmbare Anbieterkonsolidierung geleistet. Mehr und mehr kleinere DSL Anbieter verschwinden vom Markt und geben ihre DSL-Bestandskunden an Top-Player ab. Während sich HanseNet die DSL-Kunden von AOL gesichert hat, konnte Freenet sich den deutschen Kundenstamm von Tiscali einverleiben. Bei United Internet hingegen gab es interne Verschiebungen: GMX DSL und Schlund + Partner sind nicht mehr, DSL-Produkte werden nur noch unter der Marke 1&1 angeboten.

Laut Unternehmensangaben der Telekom ist die Tendenz zu Resale-Anschlüssen fallend, die Konkurrenten haben folglich vor allem im Bereich der Eigennetz-Anschlüsse zugelegt. Dies passt zum augenfälligen Trend, primär auf Eigennetzangebote zu setzen und T-DSL-Resale vorwiegend als Ausweichlösung für selbst nicht erschlossene Regionen anzubieten. Nach Arcor und Freenet hat im Zuge der der AOL-Übernahme auch Alice mit dieser Praxis begonnen. 1&1 hat denselben Schritt für das 3. Quartal angekündigt. Es ist also damit zu rechnen, dass mit Versatel bald nur noch der Kleinste der Großen ausschließlich mit eigenem Telefonnetz operieren wird.

Englischsprachige Version dieses Artikels: The German Market for DSL in Q1 of 2007

Zahlen und Fakten zum derzeitigen Marktgeschehen finden sich im aktuellen DSLWEB Marktreport.

Grafiken und Zahlenmaterial zur DSL Marktentwicklung

Im DSLWEB Pressebereich finden Sie weitere Grafiken mit Informationen zur Kundenentwicklung auf dem deutschen Breitband-Markt. Für die Veröffentlichung in Online- und Printmedien sind die Schaubilder dort in verschiedenen Datei-Formaten hinterlegt: DSLWEB Pressebereich

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